Neues aus der Kirchgemeinde

Retraite zum Thema «Kirchgemeinde im Aufbruch».
Gedanken an Corona-Opfer am 5. März.
Läuten für die Bewahrung der Schöpfung am 21. Mai.

Von Freitagnachmittag bis Samstagmittag fand in den Räumen unserer Kirche eine seit langem geplante Retraite statt. Claudio Wieland, der Präsident unseres Kirchenvorstandes und der Kirchgemeinde, hatte die Vorstandsmitglieder sowie unsere Pfarrpersonen Viola Schenk und Hans Walter Goll versammelt. Letztere unterstützten mit eigenen Impulsen das Nachdenken, Visionieren und Planen. Schon am Freitagmorgen hatte man in einer intensiven Vorstandssitzung anstehende Fragen wie die Neubesetzung des Sekretariats, die Regionenbildung und die neue Kirchgemeindeordnung besprochen.
Was sind unsere Ressourcen als Kirchgemeinde, was sind die «Steine», die sich der Kirche heutzutage in den Weg stellen? Es war spannend zu hören, was jeder Kirchenvorsteher und jede Kirchenvorsteherin davon versteht. Auf Flipchartplakaten wurden die Ideen gesammelt und dann besprochen. Klar, der Kirche weht heute der Wind ins Gesicht, auch in gewisser Weise der Zeitgeist. Aber es gibt auch ein tiefes Bedürfnis nach Halt, nach Spiritualität, nach Liebe und Anerkennung, nach Besinnung, auch bei jungen Menschen. Insbesondere in und nach dieser stressigen Corona-Zeit, deren Auswirkungen noch nicht ganz überblickt werden können. Aber wie abholen? Welche Angebote können und wollen wir machen, zum Wohle auch nicht nur unserer Kirchgemeinde, aber auch der Allgemeinheit hier in unserem Dorf? «Wir haben einen Schatz (nur) in irdenen Gefässen», sagt es der Apostel Paulus (2. Korinther 4,7) Wir sind nicht perfekt als Kirchgemeinde oder als einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, doch auch wir stehen unter der Verheissung, dass Gott uns die Kraft und die Weisheit geben will, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen.

In der nächsten Kirchgemeindeversammlung am 23. April werden ein Ausbildungsprogramm «Begegnungen» und andere Angebote der Kirchgemeinde und Öffentlichkeit vorgestellt. In den Räumen der Kirche sind noch die Ergebnisse unserer intensiven und von viel Mut und Hoffnung getragenen Arbeit an den Wänden der Kirche zu sehen. (s. Bilder).

Bliebe noch zu sagen, dass wir uns als Kirchgemeinde gerne beteiligen an dem Läuten der Kirchenglocken für die Corona-Virus-Opfer am 5. März. Die Evangelische Kirche der Schweiz schreibt dazu:

„Vor einem Jahr verstarb in der Schweiz die erste Person an den Folgen der Covid-19-Erkrankung. Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz empfiehlt gemeinsam mit der Schweizerischen Bischofskonferenz und der Christkatholischen Kirche Schweiz ihren Mitgliedkirchen, am 5. März 2021 dem Aufruf des Bundespräsidenten zu folgen. Wir wollen das Gedenken nutzen, um einen Moment innezuhalten, an die über 9‘000 Virusopfer, ihre Angehörigen, die Kranken und alle, die sie unterstützen, zu denken und um Kraft und Hoffnung zum gemeinsamen Weitergehen zu schöpfen.
12 Uhr 00 Schweige- und Gebetsminute
12 Uhr 01 Glockengeläut während 9 Minuten* (Trauer- oder Vollgeläut)“
* in Anlehnung an die rund 9‘000 Verstorbenen

Ebenfalls am Geläut für die Bewahrung der Schöpfung am 21. Mai eine Minute vor 12 Uhr.

Am 18. Februar fand ein Konfirmandenelternabend mit den Eltern, Pfr. Goll und Kirchgemeindepräsident Claudio Wieland statt. Im Einvernehmen aller wurde wegen Rücksichtnahme auf die jetzige Corona-Situation das Fest unserer Konfirmation 2021 auf den 20. Juni verschoben. (Im Notfall auf den 26. September).

Hans Walter Goll, Pfarrer

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