Bündner Synode in Trimmis

Bündner Synode in Trimmis

Zum ersten Mal in Ihrer Geschichte tagte die Synode in Trimmis. Der kürzlich verstorbene langjährige Kirchgemeindepräsident Ernst Waldvogel hatte sie noch aufgegleist. Eigentlich war sie 2020 geplant gewesen, aber wegen Corona wurde sie verschoben. Beim Grusswort der Gemeinde wurde dem langjährigen, sehr engagierten Präsidenten gedacht. Fünf Tage waren die Synodalen ab Donnerstag unterwegs, mit Aufnahmen, Vernehmlassungen, mit einem gemeinsam verfassten Gebet für die Frieden, mit u.a. einem sehr interessanten Vortrag von Pfarrer Andreas Rade über die Seelsorger an den Justizvollzugsanstalten, mit einem eindrücklichen Gottesdienst am Sonntag, - aber auch mit Begegnungen mit dem gastgebenden Ort, die allesamt sehr erfreulich waren. «Gerne sind wir hier in Trimmis gewesen», waren Schlussworte des neuen Dekans Thomas Müller, der die synodalen Verhandlungen souverän und humorvoll leitete. Das ganze Dekanat wurde per Wahl bestätigt. Die fünf Neuaufnahmen von Pfarrpersonen waren «international»: Sie stammten aus Deutschland, aus dem Elsass und aus der Schweiz. Natürlich bewegte alle auch der entsetzliche Krieg in der Ukraine. Das kam auch in der Synodalpredigt von Pfarrerin Corinne Dittes als Thema vor, die vor Schwarz-Weiss-Malerei warnte und anhand der Person des Propheten Elia zum «Durchhalten» ermutigte. Die Evangelische Kirche der Schweiz (EKS) hat ein wegweisendes aktuelles Papier zu Krieg und Frieden entwickelt. Kirchenrat Christoph Zingg, der von der schweizweiten Task-Force Ukraine u.a. berichtete, erinnerte auch an die vielen Kriege in Afrika, die alle jetzt Hungersnöte nach sich zögen. Mit dem Lied «Vertraut den neuen Wegen» und einem Gebet schloss die Synode. Im nächsten Jahr tagt sie in Chur. 1523 berief der Stadtrat von Chur bekanntlich  Johannes Comander an die Martinskirche. Das löste die Reformation in Graubünden aus.

 

   

Zurück